Ausrüstung
Bekleidung und Ausrüstung unserer Kaiserulanen
richtet sich nach der bayerischen Bekleidungsvorschrift von 1904. Während es in
den napoleonischen Kriegen im Wesentlichen noch keine Unterscheidung zwischen
Feldanzug und Paradeanzug gab, änderte sich dies ab Mitte des 19. Jahrhunderts
auf Grund der Veränderungen in der Waffentechnik und der Kampfweise. Die
farbenprächtigen Uniformen wurden mehr und mehr nur mehr zur Parade getragen und
der Feldanzug wurde über die Zeit immer schmuckloser und funktioneller bis
schließlich die Einführung der feldgrauen Uniformierung kurz vor dem Ersten
Weltkrieg eine weitere starke Zäsur einleitete.
1904 entfalteten die Paradeuniformen der
Kavallerieregimenter in Deutschland noch die gesamte Farbenpracht, die sich aus
einer Traditionslinie beginnend aus dem 17. Jahrhundert entwickelt hatte.
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Offizier in Paradeanzug
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Offizier im Dienstanzug
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Sergeant im Dienstanzug
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Die Trennung von Parade- und Feldausrüstung zeigte
sich auch bei der Pferdeausrüstung. Bis zum Ende des 19. Jahrhundert gehörte die
Überlegschabracke (bei Offizieren als Pelzschabracke) noch zur normalen
Ausrüstung. Sie schützte den traditionell bei Ulanen und Chevaulegers
verwendeten ungarischen Bocksattel und daran angebrachten Ausrüstungsgegenstände
gegen Umwelteinflüsse und hatte damit eine praktische Bedeutung. Mit Entwicklung
des robusteren neuen Armeesattels und der Verwendung von englischen
Pritschsätteln für Offiziere ab Ende des 19. Jahrhunderts verlor die
Überlegschabracke ihre Bedeutung und wurde nur mehr zur Parade getragen. Auch
war das Hantieren am Sattel ohne Schabracke wesentlich einfacher.
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