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Königlich Bayerisches 8. Chevauleger-Regiment
Das
8. Chevauleger-Regiment war das jüngste Königlich Bayerische
Kavallerie-Regiment. Es wurde am 1. Oktober1909 mit Standort Dillingen
aufgestellt. Das neue Regiment wurde aus der 2. Eskadron 2. Chevauleger-Regiment
(bisheriger Standort Dillingen), 5. Eskadron 4. Chevauleger-Regiment (bisheriger
Standort Neu-Ulm), der 2. Eskadron 5. Chevauleger-Regiment (bisheriger Standort
Zweibrücken) und einer aus allen sieben bayerischen Chevauleger-Regimentern neu
aufzustellen 4. Eskadron formiert. Zum Kommandeur wurde Major Freiherr von und
zu Egloffstein ernannt.

Schon 1859 hatte es kurzzeitig ein 8.
Chevauleger-Regiment gegeben, als König Maximilian II. aufgrund einer
Mobilmachung des deutschen Bundesheeres, das mit Österreich gegen Frankreich in
den Krieg ziehen sollte, seine Truppen vermehrte. Es wurden drei neue
Kavallerie-Regimenter aufgestellt. Darunter war ein 8. Chevauleger-Regiment. Da
der Krieg zwischen Österreich und Frankreich jedoch sehr schnell beendet wurde,
wurde auch das Regiment mir der Demobilisierung der bayerischen Armee aufgelöst.
Das Regiment trug wie alle bayerischen
Chevauleger-Regimenter einen stahlgrünen zweireihigen Waffenrock. Die
Abzeichenfarbe für Kragen, Aufschläge und Rabatten war wie beim erst einige
Jahre vorher errichteten 7. Chevauleger-Regiment weiß. Die Knöpfe und Beschläge
waren weiß-silbern.
Schon 1913 durfte das Regiment zum Manöver die neuen feldgrauen Felduniformen
tragen.
Am 6. August 1914 rückte das Regiment nach Westen
ins Feld und wurde zunächst der 1. bayerischen Division als Divisions-Kavallerie
zugeteilt. Damit gehörte es zur 6. Armee des bayerischen Kronprinzen Ruprecht.
Das Regiment wurde in Grenzschutzgefechten in Lothringen eingesetzt und nahm an
der Schlacht von Lothringen vom 20. bis 22. August 1914 teil, bei der ein
französischer Vorstoß ins Deutsche Reich zurückgeschlagen wurde. Dann erfolgte
die Verlegung nach Belgien an den rechten Heeresflügel, wo es im Bewegungskrieg,
im Patrouillen- und Aufklärungsdienst bis zur Erstarrung der Front Ende 1914
noch beritten verwendet wurde.
Das
Regiment wurde anschließend als Divisions-Kavallerie rückwärtig im Sicherungs-
und Wachdienst, teilweise auch im Grabenkrieg infanteristisch eingesetzt.
Ende 1915 wurde es geteilt und eskadronsweise auf andere Infanterie-Divisionen
aufgeteilt. Insbesondere wurden nun rückwärtige Dienste versehen. In der
Schlacht von Verdun von Mai bis Juli 1916 verloren viele Chevaulegers ihr Leben
als Meldereiter und Meldegänger.
Im Herbst 1916 wurden die Eskadrons wieder auf
andere Infanterie-Divisionen im Westen verteilt und der Regimentsverband bis
Endes des Krieges nicht wieder hergestellt, womit die zusammenhängende
Geschichte des Regiments endet. Die einzelnen Eskadrons bzw. Reste davon kehrten
nach Kriegsende nach Dillingen zurück und wurden demobilisiert. Am 17. Februar
1919 wurde das Regiment aufgelöst.
In der Reichswehr übernahm die 3. Eskadron des
17. (bayerischen) Reiter-Regiments in Ansbach die Tradition.
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